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INFORMATION

ÜBER

DAS LAND

Von dem sumpfigen und üppig grünem Okavango Delta zu der trockenen und wüsten Kalahari hat Bostwana eine große natürliche Vielfalt. Mit der niedrigsten Korruptionsrate in Afrika seit mindestens 1998 und einer seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1966 konsistenten Demokratie ist es nicht nur absolut schön, sondern auch ein sicheres und politisch stabiles Land.

GEOGRAFIE

Die Republik Botswana ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, angrenzend an Namibia, Simbabwe, Sambia und Südafrika. Es ist ein überwiegend flaches Land mit nur wenigen hügeligen Gebieten.
Die Kalahari-Wüste erstreckt sich über den Südwesten des Landes, während das Okavango-Delta im Norden, eines der größten Inlanddeltas der Welt, als blühende Oase und absoluter Kontrast dazu heraussticht.

 

Dazwischen liegen im Zentralen Norden die Makgadikgadi-Salzpfannen, eine der größten Salzpfannen der Welt. Diese sind die letzten Zeugen des Makgadikgadi-Sees, der einst eine Fläche größer als die Schweiz bedeckte, aber vor einigen tausend Jahren ausgetrocknet ist. Die Gegend ist heute ein riesiges, saisonales Feuchtgebiet, welches aus mehreren großen Pfannen besteht. Die größten Pfannen wären die Nwetwetwe Pan, Sua Pan und Nxai Pan.

 

Botswanas tiefste Stelle ist, mit 513m über dem Meeresspiegel, wo die Flüsse Limpopo und Shashe zusammenführen und der höchste Punkt auf den Tsodilo-Hügeln mit 1.490 m.

Das Land ist in vier Entwässerungsregionen unterteilt, die aufgrund des trockenen Klimas manchmal nicht klar zu unterscheiden sind. Der Chobe Fluss bildet zusammen mit dem angrenzenden Sumpfgebiet die Grenze zum Caprivi Streifen nach Namibia und ist Teil des Sambesibeckens. Der größte Teil der nördlichen und zentralen Region des Landes ist Teil des Okavango-Einzugsgebiets.

Der östlichste Teil des Landes fällt in das Limpopo-Einzugsgebiet und die südlichen und südwestlichen Regionen, die die trockensten von allen sind, werden vom Molopo-Fluss entlang der südafrikanischen Grenze und vom Nossob-Fluss im Kalahari-Gemsbok-Nationalpark entwässert. Diese sind technisch Teil des Oranjebeckens, aber die Flüsse trocknen meist schon aus, bevor sie den Oranjefluss erreichen. Die letzte Aufzeichnung eines solchen Geschehens wurde in den 1880er Jahren datiert. Abgesehen von den Flüssen Chobe, Okavango, Boteti und Limpopo hören die meisten Flüsse in Botswana während des Beginns der Regenzeit und während der Trockenzeit auf zu fließen.

GESCHICHTE

Die Geschichte Botswanas reicht von frühsteinzeitlicher Besiedelung vor über einer Millionen Jahren über die Einwanderung der Bantu und das britische Protektorat Bechuanaland (deutsch auch Betschuanaland) bis hin zum seit 1966 unabhängigen Staat Botswana. Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Staaten ist die Geschichte Botswanas nicht so explosiv, und vorwiegend friedlich.

 

Frühe Siedler waren die San und die mit ihnen verwandten Khoikhoi. Zu ihren Zeugnissen gehören Felsmalereien in den Tsodilo Hills, darunter das früheste bekannte Kunstwerk der Menschheit. Etwa 3000 v. Chr. begann eine große Migration von Bantuvölkern aus Westafrika. Die Ursache für die Auswanderung wird heute in klimatischen Veränderungen gesehen, die eine allmähliche Verwandlung des Saharagebietes in eine Wüste auslösten. Etwa um das Jahr 190 überschritten die Bantu den Sambesi und gelangten so auch in das Gebiet des heutigen Botswanas; sie führten die Eisenbearbeitung in diesem Raum ein.

Ab den 1830er Jahren zogen große Teile der burischen Bevölkerung, Nachkommen der Kapholländer, aus der Kapkolonie nach Norden, wobei sie auch Batswana angriffen; sie erhoben Steuern und nahmen Sklaven. Um 1840 begann die Kolonialisierung durch die ersten weißen Missionare und Händler, die in das Gebiet des heutigen Botswanas vordrangen. 1845 gründete Sir David Livingstone für die London Missionary Society in Kolobeng die erste ständige Missionsstation Botswanas.

 

1881 bis 1884 gab es einen weiteren Krieg zwischen Buren und Batswana, als die Batswana im Süden des Gebiets durch burische und britische Söldner angegriffen wurden. In der Folge wurden auf dem Land der Batswana die Burenrepubliken Stellaland und Goshen gegründet, teilweise nach Verhandlungen mit dort ebenfalls ansässigen Koranna. Die beiden Gebiete wurden aber auf Druck des britischen Magnaten Cecil Rhodes von britischen Truppen besetzt und 1885 zur Kronkolonie British-Bechuanaland erklärt. Heute gehört das Gebiet zu Südafrika.

Das sogenannte Bechuanaland wurde 1885 Teil des britischen Protektorats, das bis 1966 bestand. Einige Jahre bevor die Demokratische Partei Botswanas (BDP) gegründet wurde und die ersten Wahlen gewann. Bechuanaland wurde am 30. September 1966 unabhängig und Seretse Khama wurde erster Präsident. Aus Bechuanaland wurde die Republik Botswana, eine parlamentarische Demokratie. Nach dem Tod von Seretse Khama wurde er von Ketumile Masire abgelöst und Botswana wurde Mitglied der SADCC (South African Development Coordination Conference).

 

1998 wird Ketumile Masire von Festus Gontebanye Mogae abgelöst. Er behält diese Position bis 2008, gefolgt von Ian Khama bis 2018, mit Mokgweetsi Masisi als derzeitigem Präsidenten (2019).

KLIMA

Das Klima in Botswana ist regional unterschiedlich und stark von lokalen Niederschlägen abhängig. Der Niederschlag variiert im Landesinneren zwischen etwa 200 mm pro Jahr, während er im Norden mehr als 640 mm pro Jahr betragen kann. Insgesamt hat Botswana ein subtropisches Klima, aber es kann lange Trockenperioden geben.

BEVÖLKERUNG

Derzeit hat Botswana eine Bevölkerung von 2,3 Millionen (2019). Botswana ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt mit einer Bevölkerungsdichte von nur 4 Personen pro Quadratkilometer. Das ehemalige britische Protektorat Bechuanaland hat den heutigen Namen nach der Unabhängigkeit 1966 angepasst. Die Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Gaborone.

 

Die Bevölkerung von Botswana besteht hauptsächlich aus Tswana (79%). Dies ist eine der ethnischen Gruppen, die Tswana, eine Bantusprache, spricht. Diese Population ist in acht Hauptuntergruppen unterteilt. Es gibt auch eine kleine Anzahl von Kalanga (11%), Basarwa (3%), Kgalagadi und eine relativ kleine Anzahl von Weißen. Obwohl Englisch die offizielle Sprache ist, wird häufig die lokale Tswana-Sprache verwendet.

WÄHRUNG

Die lokale Währung in Botswana ist der Pula (BWP). Pula bedeutet in der Setswana-Sprache „Regen“. Ein Pula ist einhundert Thebe wert, was „Schild“ bedeutet. Die verfügbaren Münzen sind: 1, 5, 10, 25 und 50 Thebe und 1 und 2 Pula. Die verfügbaren Noten sind 10, 20, 50 und 100 Pula. Bis 1920 wurde das Pfund Sterling in Botswana verwendet, gefolgt vom südafrikanischen Pfund. 1976 wurde dann der Pula eingeführt.

 

Für Ihre täglichen Ausgaben ist es ratsam, nur wenig Bargeld im Portemonnaie oder in der Handtasche mitzuführen und den Rest Ihres Bargeldes davon getrennt und außer Sicht zu halten.

ZAHLUNG

Sollten Sie mehrere Tage in abgelegenen Gebieten oder in Wildparks verbringen, ist es wichtig, dass Sie ausreichend Bargeld dabeihaben. Darüber hinaus empfehlen wir, immer mehrere Arten der Zahlung zur Verfügung zu haben, also Bargeld, EC-Karte und Kreditkarte (VISA oder MasterCard). Es gibt immer Fälle, in denen Sie nicht mit Ihrer EC-Bankkarte zahlen können, Sie benötigen also eine richtige Kreditkarte. Diese nutzen Sie z.B. schon, um Ihr Auto zu mieten. Amerikanische Dollar benötigen Sie vor allem dann, wenn Sie die Grenze nach Simbabwe überqueren.

 

An vielen Tankstellen und Städten Botswanas gibt es Geldautomaten, sogenannte ATMs. Bedenken Sie jedoch, dass für jede Abhebung zusätzliche Bankgebühren erhoben werden. Bei vielen Banken Europas ist das direkte Zahlen per Kreditkarte die kostengünstigste Methode. Erkundigen Sie sich jedoch daheim bei Ihrer Bank und vergessen Sie nicht, die Sicherheitseinstellungen Ihrer Bankkarten bei Bedarf in „weltweit“ zu ändern.

FLORA UND FAUNA

Die natürliche Aufteilung der Vegetation in Botswana hängt stark vom Niederschlag ab. Der größte Teil Botswanas ist Savanne mit nur kleinen Teilen dichterer Vegetation. Die am häufigsten vorkommenden Bäume sind Akazien- und Mopanebäume, von denen sich die größten Wälder im Norden, am Ufer des Chobe Flusses, befinden.

 

Botswana ist bekannt für seine große Tiervielfalt, die meisten der afrikanischen Wildarten sind hier zu finden. Das Land beherbergt rund 164 verschiedene Säugetierarten, 157 Reptilienarten, 80 Fischarten, 550 Vogelarten und unzählige Insektenarten.

 

Die Regierung hat Schutzgebiete von Tausenden von Quadratkilometern ins Leben gerufen. Einige dieser Schutzgebiete sind der Chobe Nationalpark im Norden, das Central Kalahari Game Reserve, das Moremi Game Reserve im Okavango Delta und der Kgalagadi Transfrontier Park an der Grenze zu Südafrika.

SPRACHE

Die offizielle Sprache ist Englisch, neben vielen verschiedenen Landessprachen wie Mbukushu, Naro, Subiya, Tswana, Kalanga, Afrikaans, Herero und Birwa.

VISA

Für einen Aufenthalt von weniger als 90 Tagen brauchen Sie kein Visum für Botswana und/oder Namibia im Voraus beantragen. Stellen Sie jedoch in beiden Fällen sicher, dass Sie über Folgendes verfügen:
– Einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig ist und noch mindestens zwei freie Seiten hat
– Ein Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel
– Einen Nachweis für das erste Ziel nach der Ankunft
– Ein Rückflugticket oder ein Ticket zum nächsten Ziel nach Ihrem Urlaub
– Das Original der Geburtsurkunde aller mitreisenden Kinder unter 18 Jahren

IMPFUNGEN

Für Botswana und Namibia  werden DTP und Impfungen gegen Hepatitis A empfohlen. Malaria kommt in Botswana vor. Bitten Sie Ihren Hausarzt um Rat wegen aktueller medizinischer Vorsorge. Wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ist eine Gelbfieberimpfung ebenfalls erforderlich.

WIRTSCHAFT

Für den größten Teil der Bevölkerung ist die kleinbäuerliche Landwirtschaft und Viehzucht die wichtigste Einnahmequelle. In den meisten Fällen haben nur wenige Menschen einer großen Familie einen bezahlten Job. Der Rest kümmert sich um den Acker. Die Wasserknappheit des Landes und der anhaltende Mangel an nötigen Einrichtungen haben das landwirtschaftliche Wachstum verzögert. Nur ein kleiner Teil des Landes wird kultiviert. Um die Zeit der Unabhängigkeit waren Mangan, Gold und Asbest die einzigen in Botswana gefundenen Mineralien.

Seitdem wurden große Nickel- und Kupferquellen sowie Salz gefunden. Es gibt auch riesige Kohlengruben, Quellen für Antimon, Schwefel, Plutonium und Platin. Die drei Diamantenminen sind die wichtigsten für die lokale Wirtschaft. Diese Minen sind eines der größten Diamantenreserven der Welt.

Die große Anzahl von Wildparks zieht viele Touristen an und ist daher auch eine bedeutende Einnahmequelle. Besonders das Okavango-Delta ist international bekannt, ein Fluss, der von der Kalahari-Wüste „verschluckt“ wird und daher ein enormes und einzigartiges Naturphänomen erzeugt.

POLITIK

Botswana ist eine parlamentarische Republik mit mehreren Parteien, die gemäß der Verfassung von 1966 operiert. Das Land wird von einem Präsidenten geleitet, der sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef ist und 5 Jahre lang im Amt ist. Der derzeitige Präsident (2019) ist Mokgweetsi Masisi (Partei: Botswana Democratic Party). Die Regierung besteht aus zwei Kammern: einem Oberhaus, das aus 15 Sitzen besteht und in dem die wichtigsten Stammesführer ihre Position innehaben.

 

Die zweite ist die Nationalversammlung, die aus 47 Sitzen (40 gewählt, 7 vom Präsidenten benannt) mit einer Amtszeit von 5 Jahren besteht. Die wichtigsten politischen Parteien sind die Botswana Democratic Party (BDP), die Botswana National Front (BNF), die Botswana People’s Party (BPP) und die Botswana Independence Party (BIP).